Jede zivilisierte Gesellschaft braucht Regeln und Gesetze, um die Menschenrechte und die Menschenw rde zu garantieren. Der m ndige und zivilisierte B rger hat sie zu respektieren und einzuhalten, um zur Sicherheit der Gesellschaft beizutragen. Es braucht also Vernunft und Einsicht und bestimmte Verhaltensweisen, die schon in der Antike mit dem Begriff Tugend bezeichnet wurden. In der Gegenwart l t sich indes feststellen, da Tugenden augenscheinlich in Vergessenheit geraten sind, w hrend R cksichtslosigkeit, Egoismus und ein ma loser Individualismus berhand gewinnen. Bedenken werden laut, da die Gesellschaft verroht, verwahrlost und dass ein lebenswertes Miteinander nicht mehr erkennbar ist. Die vorliegende Abhandlung ist dieser Thematik gewidmet und versucht mit zwei unterschiedlichen, aber demselben Ziel verpflichteten philosophischen Begr ndungen (der platonischen und der aristotelischen Ethik) nachzuweisen, dass es zeit bergreifende Tugenden gibt, ohne die eine Gesellschaft nicht existieren kann. Dementsprechend sollte die fundamentale Bedeutung der Tugenden wieder als Sinn und Wert f r den Einzelnen und die Gesellschaft in Erinnerung gerufen werden.