Kirjailija
Franziska Zu Reventlow
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 32 kirjaa, julkaisuja vuosilta 2002-2025, suosituimpien joukossa Skizzen und Aufsätze. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
32 kirjaa
Kirjojen julkaisuhaarukka 2002-2025.
Franziska Gräfin zu Reventlow (1871-1918) ging unter der Bezeichnung die "Braut von ganz Schwabing" in die Geschichte der Münchener Boh?me ein. Nachdem Sie schon früh gegen die Erziehung zur "höheren Tochter" im adligen Elternhaus in Husum rebelliert hatte, entschied sie sich, kaum volljährig, für ein unabhängiges und aufreibendes Leben - stets am Rande der wirtschaftlichen Existenz, aber immer in unmittelbarer Nähe von einflussreichen Künstlern und Literaten. Die unangepasste allein erziehenden Mutter führte ein rasantes Leben, das von Glück und Liebe beseelt, aber immer wieder auch von Krankheit, Not und Depression bestimmt war. In ihrem literarischen Erstling "Ellen Olestjerne", erschienen 1903, verschmelzen Autobiographie und stilisierter Selbstentwurf zu einem packenden Roman mit großem literarischem und kulturhistorischem Wert. Dies ist der dritte Band der Igel Reihe "Literatinnen um 1900".
Ein Leben wider alle Konvention Ellen Olestjerne entzieht sich schon als Kind den ihr aufgezwungenen gesellschaftlichen Normen: Am liebsten tobt sie auf dem freiherrlichen Schloss ihrer Eltern mit den Jungen, widersetzt sich den Erziehungsversuchen ihrer Gouvernanten und lässt sich auch im Pensionat nicht bändigen. Den Kampf gegen die strenge Mutter gewinnt sie, droht aber in der Münchner Malerboh?me unterzugehen. Zum guten Schluss rettet sie sich unter Aufbieten fast übermenschlicher Kräfte für ihr Kind. Franziska zu Reventlows erster Roman ist ein unter der Folie eines Mädchenschicksals entworfenes Bild der vielfältigen Strömungen in der Zeit um 1900. Ellens Idealismus und Zwanglosigkeit, Kameradschaftlichkeit und Übermut, aber auch ihre seelische Not sind glänzend formuliert und überaus lebendig geschildert. Das überrascht kaum, ist der Roman doch aufgrund seines autobiographischen Gehalts zugleich ein wichtiges Dokument zu Franziska von Reventlows atemlosem Lebens.