Inhaltlich unver nderte Neuauflage. Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen - diese Liedzeile aus einem sp tmittelalterlichen Kirchenlied hatte f r die Menschen jener Zeit eine Wahrheit, der nicht auszuweichen war. Von einer schlichten Hinnahme des Todes haben wir uns heute weit entfernt. Allgemeinverbindliche Rituale, die die Erfahrung von Sterben, Tod und Trauer begreifbar und ertragbar zu machen helfen, sind in Aufl sung begriffen. Aber es gibt Ann herungen. Mit ihrer Arbeit taucht die Autorin in die Menschheits- und Kulturgeschichte ein, um die Wurzeln der Entwicklung von Ritualen und ihrer allgemeinen Bedeutung freizulegen. Vor dem Hintergrund eines ver nderten gesellschaftlichen Verh ltnisses in der Besch ftigung mit dem Tod geht sie der Frage nach, welche Merkmale Rituale enthalten, so dass Menschen in der Konfrontation mit Sterben, Tod und Trauer einen subjektiv sinnvollen Umgang mit ihren Erfahrungen entfalten k nnen. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Analyse individueller und kollektiver Sinnfindungsprozesse. Rituale - so die These der Autorin - m ssen ausgehend von der Erfahrungswelt der Menschen entwickelt werden, sonst bleiben sie lebensfern und ohne Sinn.