Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Psychologie - Sozialpsychologie, Note: 1, Gottfried Wilhelm Leibniz Universit t Hannover (Psychologisches Institut), Veranstaltung: Seminar: Angst und Angstbew ltigung, Sprache: Deutsch, Abstract: Freud nahm grunds tzlich an, dass Angst eine biologisch ererbte Basis hat. Er war also der Auffassung, dass der menschliche Organismus die angeborene F higkeit habe, mit den psychologischen und physiologischen Manifestationen zu reagieren, die wir Angst nennen. Diese F higkeit hat eine entscheidende Funktion f r das berleben des Einzelnen. Freud stellt keine berlegungen an ber den Grundursprung oder die Natur der Angst, vielmehr ber ihre Bedeutung und ihren Platz im psychischen Leben des Menschen und ihre pathologischen Formen. Er schrieb in der Reihe "Neue Vorlesungen zur Einf hrung in die Psychoanalyse," Angst sei "ein Affektzustand, also eine Vereinigung von bestimmten Empfindungen der Lust-Unlust-Reihe mit den ihnen entsprechenden Abfuhrinnervationen und deren Wahrnehmung, wahrscheinlich aber der Niederschlag eines gewissen bedeutungsvollen Ereignisses, durch Vererbung einverleibt." Freud, S., G. W., Bd. 15, S. 87 f.]. In den Anf ngen der Psychoanalyse h lt Freud Angst f r die Folge eines rein biologischen Prozesses. "Dies sind berhaupt nicht Vorg nge psychischer Natur, sondern physische Vorg nge" mit "psychische n] Folgen" (Freud, S., G.W., Bd.1, S 67). Er postuliert die Ansicht, Angst trete in der Neurose aufgrund einer St rung der Abfuhr von Sexualspannung auf, resultierend aus einer Anh ufung unabgef hrter Libido, die unmittelbar in Angst umgewandelt wird. Auch in dieser ersten Phase der Theorieentwicklung hat Freud allerdings schon die Vorstellung, dass ein geringes Ma an Unlust (Angst) als Signal zur Vermeidung weiterer Unlust wirke. Sp ter, nach dem Jahr 1923, l sst Freud in seinem Strukturmodell der psychischen Funktionen seine vorangegangene Hypothese fallen, denn sie erkl rte zwar das Vorhandensein der A