Kirjailija
Matthias Jung
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 21 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1994-2026, suosituimpien joukossa Sinn und Organismus. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
21 kirjaa
Kirjojen julkaisuhaarukka 1994-2026.
Was macht das Besondere der menschlichen Lebensform aus? Wie k nnen wir es verstehen, dass unsere Art wie alle anderen nat rlich evolviert ist und dennoch als einzige Art die F higkeit entwickelt hat, unter dem Anspruch der Freiheit und in reflexiver Distanz zu handeln, damit aber die Umwelt auf eine Welt hin zu transzendieren? Jung argumentiert, dass sich diese Fragen nur beantworten lassen, wenn man philosophische, evolutionstheoretische und kognitionswissenschaftliche Ans tze aufeinander bezieht. Der Schl ssel hierf r ist der Begriff der Bedeutung. Alle Lebewesen erfassen ihre Umwelt im praktischen Umgang mit ihr als bedeutsam. Auch der Geist des Menschen ist essentiell verk rpert und basiert auf erlebten Bedeutsamkeiten. Die F higkeit zur symbolischen Artikulation und kulturellen Weiterentwicklung solcher Lebensbedeutungen erlaubt es ihm aber auch, die lokale Umwelt zu transzendieren und dabei Werte, Normen und objektive Geltungsanspr che zu entwickeln. Eine zeitgem e Anthropologie muss in der Lage sein, diese qualitativen Besonderheiten des menschlichen Geistes als Resultate von Naturprozessen verst ndlich zu machen. Sie verbindet methodischen Naturalismus mit Offenheit f r die Transzendenz des Geistes ber die Umwelt. Damit leistet der Autor einen wichtigen Beitrag zu einem nichtreduktionistischen Verst ndnis des Menschen, das Leib und Geist nicht dualistisch trennt, sondern ihre spannungsvolle Einheit sichtbar macht.
Was macht das Besondere der menschlichen Lebensform aus? Wie können wir es verstehen, dass unsere Art wie alle anderen natürlich evolviert ist und dennoch als einzige Art die Fähigkeit entwickelt hat, unter dem Anspruch der Freiheit und in reflexiver Distanz zu handeln, damit aber die Umwelt auf eine Welt hin zu transzendieren? Jung argumentiert, dass sich diese Fragen nur beantworten lassen, wenn man philosophische, evolutionstheoretische und kognitionswissenschaftliche Ansätze aufeinander bezieht. Der Schlüssel hierfür ist der Begriff der Bedeutung. Alle Lebewesen erfassen ihre Umwelt im praktischen Umgang mit ihr als bedeutsam. Auch der Geist des Menschen ist essentiell verkörpert und basiert auf erlebten Bedeutsamkeiten. Die Fähigkeit zur symbolischen Artikulation und kulturellen Weiterentwicklung solcher Lebensbedeutungen erlaubt es ihm aber auch, die lokale Umwelt zu transzendieren und dabei Werte, Normen und objektive Geltungsansprüche zu entwickeln. Eine zeitgemäße Anthropologie muss in der Lage sein, diese qualitativen Besonderheiten des menschlichen Geistes als Resultate von Naturprozessen verständlich zu machen. Sie verbindet methodischen Naturalismus mit Offenheit für die Transzendenz des Geistes über die Umwelt. Damit leistet der Autor einen wichtigen Beitrag zu einem nichtreduktionistischen Verständnis des Menschen, das Leib und Geist nicht dualistisch trennt, sondern ihre spannungsvolle Einheit sichtbar macht.
In the human quest for orientation vis-à-vis personal life and comprehensive reality the worldviews of religionists and humanists offer different answers, and science also plays a crucial role. Yet it is the ordinary, embodied experience of meaningful engagement with reality in which all these cultural activities are rooted. Human beings have to relate themselves to the entirety of their lives to achieve orientation. This relation involves a non-methodical, meaningful experience that exhibits the crucial features for understanding worldviews: it comprises cognition, volition, and emotion, is embodied, action-oriented, and expressive. From this starting-point, religious and secular worldviews articulate what is experienced as ultimately meaningful. Yet the plurality and one-sidedness of these life stances necessitates critical engagement for which philosophy provides indispensable means. In the end, some worldviews can be ruled out, but we are still left with a plurality of genuine options for orientation.
In the human quest for orientation vis-à-vis personal life and comprehensive reality the worldviews of religionists and humanists offer different answers, and science also plays a crucial role. Yet it is the ordinary, embodied experience of meaningful engagement with reality in which all these cultural activities are rooted. Human beings have to relate themselves to the entirety of their lives to achieve orientation. This relation involves a non-methodical, meaningful experience that exhibits the crucial features for understanding worldviews: it comprises cognition, volition, and emotion, is embodied, action-oriented, and expressive. From this starting-point, religious and secular worldviews articulate what is experienced as ultimately meaningful. Yet the plurality and one-sidedness of these life stances necessitates critical engagement for which philosophy provides indispensable means. In the end, some worldviews can be ruled out, but we are still left with a plurality of genuine options for orientation.
Alle geistigen Prozesse gründen in der Interaktion des lebendigen Organismus mit seiner Umwelt: Sie sind konstitutiv verkörpert. Diese naturalistische Einsicht muss mit der komplementären Erkenntnis in Einklang gebracht werden, dass das menschliche Bewusstsein symbolisch entgrenzt ist. Die kulturelle Fähigkeit, situative Kontexte zu transzendieren und sich von Idealbildungen als Handlungsgründen bestimmen zu lassen, ist für die menschliche Lebensform genauso charakteristisch wie das leibliche Handeln in konkreten Situationen. Es geht darum, diese Spannungseinheit zu begreifen, ohne in ein obsoletes, dualistisches Denken zurückzufallen. Pragmatistisch vom Primat des Handelns ausgehend, möchte Matthias Jung ein verkörperungssensibles Verständnis für die Vielfalt menschlicher Begründungspraktiken gewinnen und dabei auch ihren Zusammenhang mit weltanschaulichen und religiösen Grundhaltungen sichtbar machen.
The Varieties of Transcendence
Hans Joas; Matthias Jung; Magnus Schlette
Fordham University Press
2016
sidottu
The Varieties of Transcendence traces American pragmatist thought on religion and its relevance for theorizing religion today. The volume establishes pragmatist concepts of religious individualization as powerful alternatives to the more common secularization discourse. In stressing the importance of Josiah Royce's work, it emphasizes religious individualism's compatibility with community. At the same time, by covering all of the major classical pragmatist theories of religion, it shows their kinship and common focus on the interrelation between the challenges of contingency and the semiotic significance of transcendence.
Gewöhnliche, unmethodische Erfahrung formt unser Leben. Sie vollzieht sich, wenn wir als lebendige Wesen mit unserer Umwelt interagieren, und verbindet jeweils kognitive, affektive und willentliche Dimensionen. Fragen nach Sinn und Wert und Wissensfragen sind in ihr eng aufeinander bezogen. Normativ hat die Kultur der Moderne die Erfahrung gewöhnlicher Menschen enorm aufgewertet, doch gleichzeitig wird unsere Welt immer stärker von der methodischen Erfahrung der (Natur-)Wissenschaften und der von ihr ermöglichten Technik bestimmt. Ersetzt nun wissenschaftliche die gewöhnliche Erfahrung oder ergänzt und korrigiert sie diese? Wie verhalten sich Fakten und Werte zueinander und was ergibt sich daraus für unser Verständnis von Demokratie? Matthias Jung entwickelt zunächst ein integriertes Konzept gewöhnlicher Erfahrung und nimmt dabei Einsichten u.a. aus Hermeneutik, Phänomenologie, Pragmatismus und Kognitionswissenschaften auf. Daraus ergeben sich drei exemplarische Problemfelder: Wissen, Werte und Weltanschauung. Ihnen sind jeweils eigene Kapitel gewidmet.
Dieser Band versammelt eine Reihe von Predigten zu politischen, gesellschaftlichen und sportlichen Themen aus dem ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Die symbolischen Eckpfeiler dieser Dekade stellen die Ereignisse vom 11. September 2001 in New York und vom 11. M rz 2011 in Japan dar. Predigen hei t, das Evangelium in die Gegenwart hinein zu bezeugen. Dazu geh rt, die biblische Tradition zu reflektieren, nach den aktuellen Fragestellungen zu suchen und Antwortversuche zu formulieren. Zugleich ist eine Predigt immer auch eine pers nliche Angelegenheit, ein Mensch setzt sich dem Text und der Gegenwart aus, versucht das Wort Gottes anschaulich und nachvollziehbar zu machen - in der Hoffnung, dass Gottes Geist den menschlichen Geist aufgreift, um andere Menschen zu erreichen. Daher spiegelt sich in diesem Band auch die pers nliche Wahrnehmung dieses Jahrzehnts durch den Autor und Prediger wieder. - Der Band enth lt eine (Gast-) Predigt von J rgen Widera, gehalten kurz nach den Ereignissen in Fukushimam im M rz 2011 an einem "Ort der Arbeit".
Menschen sind artikulierende Wesen: Unsere Lebensform ist davon bestimmt auszudrücken, was sich uns im Erleben und Verhalten als bedeutungsvoll aufdrängt. In diesem Buch geht es darum, aus dieser Einsicht eine integrative Anthropologie zu entwickeln, die sowohl der Einzigartigkeit unserer Lebensform als auch dem evolutionären Zusammenhang gerecht wird, in dem wir stehen. Daraus ergeben sich wichtige Konsequenzen für das Verständnis von Körperlichkeit, Handeln, Sprache, Bewusstsein und Moral.