Die vorliegende Studie gilt der Wahrnehmungs- und Diskursgeschichte des hochalpinen Raums und seiner poetischen Inszenierung in der deutschsprachigen Literatur der Moderne. Waren die Alpen seit der Aufkl rung als faszinierende Landschaft entdeckt worden, so trug die sp tere 'Eroberung' des Gebirges und seine touristische Erschlie ung ambivalente Z ge: Die Wildnis wurde kulturell f rmlich kolonisiert. Schon um 1900 ger t die Literatur daher in ein vielfach kritisches Verh ltnis zu Elementen und Stereotypen des tradierten Alpenbildes. Im 20. Jahrhundert aber f hren der Gebirgskrieg, die Mediengeschichte von Fotografie und Film und das Expeditionsbergsteigen zu neuer Faszination und neuen Entwicklungen des Diskurses ber die Alpen. Die Arbeit verfolgt das Wechselspiel von kultureller Wahrnehmung und literarischer Inszenierung an einer F lle von Texten und erforscht ber deren "Poetik der H he" eine weitgehend unbekannte Seite der literarischen Moderne.