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Kirjailija

Peter Fuchs

Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 8 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1997-2024, suosituimpien joukossa La religion des Hadjeray. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.

8 kirjaa

Kirjojen julkaisuhaarukka 1997-2024.

Niklas Luhmann — beobachtet

Niklas Luhmann — beobachtet

Peter Fuchs

VS Verlag fur Sozialwissenschaften
2004
nidottu
Systemtheorie ist sehr abstrakt, labyrinthisch verfasst und so geartet, dass Leser/innen u. a. eine umfassende (nicht nur soziologische) Vorbildung haben mussen, um sie zu verstehen. Der Autor versucht, in diese 'widerborstige' Theorie einzufuhren, ohne ihr Niveau fahrlassig zu unterschreiten. Dabei wird ein Trick benutzt: Die Theorie wird in einer Simulation von Kommunikation (von der sie ja handelt) entfaltet. Der Text realisiert, wovon er spricht, er ist sein eigenes Beispiel und darin tautologisch. Und weil er sich an Kommunikationen entwickelt, an denen sehr verschiedene Personen beteiligt sind, unterlauft er die Gefahr des Dogmatismus und verwirklicht - versuchsweise - ein Stuck Wissenschaftsliteratur, das mit dem belehrenden Einfuhrungscharakter ein spielerisches Moment verbindet, was wohl heisst: Offenheit fur mogliche Anschlusse.
Das seltsame Problem der Weltgesellschaft
Was ist das Besondere an Vorlesungen? Dreierlei mindestens! Einmal lassen Sie die Freiheit zum speku­ lativen Spiel, zur Abbreviatur, zum Ornament, zur Riskanz, zum Neben- und Randweg, der vielleicht in fruchtbare Wirrnisse führt. Dann zwingen sie zu weitgehender Anschaulichkeit, zu Beispie­ len, die die Probleme auf den Punkt bringen oder in dieser Hin­ sicht wunder- und wirkungsvoll verunglücken können. Schließ­ lich finden sie statt unter der Bedingung der Anwesenheit von Studierenden, und das heißt: Sie dürfen einfach nicht langweilig sein, sie müssen für einige Zeit Aufmerksamkeit bündeln und festhalten können, die Aufmerksamkeit überwiegend junger Men­ schen, die sich schnell verflüchtigt, wenn es nicht gelingt, Rele­ vanzen zu markieren, oder wenn es nicht gelingt, spürbar zu machen, daß kein Programm abgespult, sondern Lehre in einem ganz klassischen Sinne betrieben wird - als eine Sache von Be­ geisterten, die andere begeistern wollen. Die Vorlesung, auch das gefallt mir an ihr, läßt wenig Raum für multimediale Spielereien, sie muß auf das Wort setzen, auf die Sprache, auf den Zusammenhang eines im Grunde sehr langen, immer wieder unterbrochenen Textes. Sie kann nicht auf die Nichtintelligenz des Auditoriums zählen - heute so wenig wie ehedem. In der Vorlesung steht deshalb immer mehr auf dem Spiel als die Vermittlung und der Erwerb von Wissen. Es geht um kognitive Stile, die angeboten, übernommen oder bekämpft wer­ den müssen, um diejenigen, die unsichtbar neben dem Dozenten 11 stehen und konkurrierende Weltentwürfe hatten und haben.
„Lieber Herr Fuchs, lieber Herr Schmatz!“

„Lieber Herr Fuchs, lieber Herr Schmatz!“

Peter Fuchs; Ferdinand Schmatz

VS Verlag fur Sozialwissenschaften
1997
nidottu
Moderne Lyrik ist, jedenfalls sagt man ihr das nach, eine fatal schwierige und dunkle Angelegenheit. Sie scheint von Verstehenserschwernis auszugehen und sich wenig darum zu scheren, ob jemand ihre Gedichte versteht. Das reizte den systemtheoretisch orientierten Soziologen Peter Fuchs so sehr, dass er mit dem Wiener Lyriker Ferdinand Schmatz eine Korrespondenz aufnahm, die sich der Frage widmet, warum und ob uberhaupt moderne Lyrik dunkel ist und welche Funktion ein derart aufwendiges Produzieren und Verstehen schwieriger Texte in der modernen Gesellschaft haben konnte. In diesem Briefwechsel prallen zwei Welten aufeinander, Wissenschaft und Kunst, zwei Welten, deren Exponenten eine leidenschaftliche Auseinandersetzung fuhren - bis hin zum Beinaheabbruch des Briefwechsels. Dabei entsteht ein faszinierendes Stuck einer vollig unublichen aber gleichwohl eindringlichen und erhellenden Wissenschaftsliteratur.