Im Mittelpunkt der vorliegenden Studie stehen die in Heinrich Manns Roman Der Untertan aufgedeckten konomischen, sozialpsychischen und soziokulturellen Spannungen und Widerspr che im raschen bergang von der traditionellen St nde- zur modernen Klassengesellschaft. Dieser Spannung inh rent ist das auff llige Mi verh ltnis von Pessimismus auf kurze Frist und l ngerfristigem Optimismus, einem Realismus der Diagnose und einem Idealismus der Prognose, welches f r Manns politisches Dilemma am Scheideweg der Revolution von 1918/19 und bis zum Niedergang der Weimarer Republik konstitutiv wurde.