Kirjailija
Sigrid Damm
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 22 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1999-2026, suosituimpien joukossa Künstler meines Lebens. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
22 kirjaa
Kirjojen julkaisuhaarukka 1999-2026.
Viele Male hat Goethe im Lauf seines Lebens Ilmenau, sein thüringisches Arkadien, aufgesucht, zuletzt wenige Monate vor seinem Tod im August 1831. In jenen sechs Tagen, die den Handlungsrahmen für Sigrid Damms Buch abgeben, hält Goethe Rückschau auf sein Leben, erinnert sich an seine Frau Christiane, an die böhmischen Bäder, wo er zum letztenmal die Liebe erlebte, bis er, zurückgewiesen von der jungen Ulrike von Levetzow, sich seines Alters verzweifelt bewußt wird. Wie in allen ihren Büchern bringt uns Sigrid Damm auch den Alltag nahe: Goethe als großzügiger Gastgeber, der sein culinarisches Regiment mit Seltenheiten illustriert. Sie schildert bisher kaum berührte Seiten in Goethes Leben: sein schwieriges Verhältnis zu seinem Sohn in den letzten Jahren und das freudige zum kleinen Volk im zweiten Grade, zu seinen Enkeln, die er verwöhnt und für die er - nach dem Tod des Sohnes - die Vaterstelle einnimmt.
Unter den Frauen der Romantik war Caroline Schlegel-Schelling (1763-1809) eine der faszinierendsten Persönlichkeiten. Eine ?politisch-erotische Natur? nennt sie Friedrich Schlegel. An der Seite Georg Forsters erlebte sie die Mainzer Republik, als Ehefrau August Wilhelm Schlegels die Jenaer Frühromantik. Ihr Haus wird zum literarischen Zentrum: Novalis, Brentano, Tieck, Tischbein, Friedrich Schlegel, Goethe und Fichte sind dort ebenso zu Gast wie der junge Philosoph Schelling, dessen Frau sie 1803 wird. Ihre hinterlassenen Briefe sind Zeugnis eines ungewöhnlichen Lebens, das widerspruchsreich, erfüllt und unerfüllt war. Sigrid Damm hat die schönsten Briefe der Caroline Schlegel-Schelling ausgewählt und entwirft in ihrem Essay einfühlsam und voller Sympathie das Porträt einer Frau, die ihr Leben in historisch aufgezwungenen engen Grenzen zu gestalten wußte, die sich schon früh weigerte, im ?Hauptzweck des Weibes? für sich den Hauptzweck des Lebens zu sehen.
In diesem Buch ist es Sigrid Damm gelungen, das geheime Zentrum von Goethes Leben und Werk, das nichts von seiner Gegenwärtigkeit verloren hat, eindringlich vorzustellen. Die Bilder von Hamster Damm machen, in ihrem bewußt antiklassizistischen Stil, Goethes Ideen, die biographischen Zusammenhänge und die heute besonders aktuellen Bezüge anschaulich. Das Bild des Berges, der Erde ist eines der zentralen Motive des Goetheschen Werkes, vom ?Urfaust? aus den Sturm-und- Drang-Tagen bis zur Vollendung des Menschheitsdramas im letzten Lebensjahr. In der Lyrik, in Roman und Drama, immer wieder taucht die Begegnung mit dem, was unter uns und unser Fundament ist, auf, nicht zuletzt in den naturwissenschaftlichen Schriften, die Goethe selbst für genauso wichtig erachtete wie sein dichterisches Werk. Geologische Fragen der Entstehung der Erde und des Lebens, durch Feuer oder Wasser, haben ihn zeitlebens beschäftigt. Und auch praktisch hat er sich engagiert, jahrzehntelang ganz besonders für das Bergwerk in Ilmenau und für die Bergleute der Region. Die Erde, das Innere der Erde war ihm geheimnisvoll offenbar, es war nicht zu entschlüsseln, nur zu umschreiben, dichterisch, wissenschaftlich und in unermüdlicher Tätigkeit.
Ich war immer gerne hier. ich glaube es kommt von der Harmonie in der hier alles steht, Gegend, Menschen, Clima, Thun und Lassen. Viele Male hat Goethe im Lauf seines Lebens sein thüringisches Arkadien aufgesucht. Die Reise, die er mit seinen Enkeln Wolfgang und Walther vom 26. bis 31. August 1831, zu seinem 82. Geburtstag, ein halbes Jahr vor seinem Tod, nach Ilmenau unternimmt, ist eine Reise im Wissen um gezählte Tage. Hier, Thüringer Wald, hat Goethes Gespräch mit der Erde, hat sein naturwissenschaftliches Interesse begonnen, ausgelöst durch die Verantwortung für den Ilmenauer Bergbau. Das schönste lyrische Ergebnis dieses Gesprächs, das berühmte Gedicht "Über allen Gipfeln", hat er 1780 an die Wand einer Bretterhütte auf dem Kickelhahn geschrieben. In den sechs Augusttagen 1831, die den Handlungsrahmen für Sigrid Damms Buch abgeben, erinnert sich Goethe an seine Frau Christiane, an die böhmischen Bäder, wo er zum letztenmal die Liebe erlebte, bis er, zurückgewiesen von der jungen Ulrike von Levetzow, sich seines Alters verzweifelt bewußt wird. Er antwortet darauf mit seiner großen Dichtung, der "Marienbader Elegie". Goethe denkt an sein Werk, an den "Faust" vor allem und den Entschluß, ihn zu versiegeln, er reflektiert sein Verhältnis zum Veloziferischen seiner Zeit und zur Julirevolution 1830 als der größten Denkübung seines Lebens.