Kirjailija
Ulrich Albrecht
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 4 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1984-1992, suosituimpien joukossa Multinationale Konzerne und Dritte Welt. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
4 kirjaa
Kirjojen julkaisuhaarukka 1984-1992.
Was heißt und zu welchem Ende betreiben wir Politikwissenschaft?
Ulrich Albrecht
VS Verlag fur Sozialwissenschaften
1989
nidottu
Der Fachbereich Politische Wissenschaft ist nicht nur nach Studentenzahlen und Dozenten der grofSte im deutschen Sprachraum, ihn zeichnet auch, unter verschiedenen Na- men, die Hingste Geschichte politikwissenschaftlicher aka- demischer Lehre in Deutschland aus. Fiir die Berliner Stu- denten heWt er schlicht IIdas 051", denn als 1I0tto-Suhr-In- stitut" wurde die Deutsche Hochschule fUr Politik im Jahre 1959 der Freien Universitat Berlin angegliedert und nahm damit - denn eine IIFakultat" war die Politikwissenschaft ja nicht - die spatere Fachbereichsgliederung in gewisser Weise vorweg. Jene Deutsche Hochschule fiir Politik, deren Wieder-Griindung im Jahre 1949 sich soeben zum 40. Male jahrt, setzte ihrerseits eine Tradition fort bzw. kniipfte an eine Tradition an, die auf die Anfange der Weimarer Repu- blik zuriickgeht. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die DHfP ins Leben gerufen mit dem expliziten Auf trag, politi- sche Bildung zu lehren und im republikanischen und de- mokratischen Sinne zur Politik auszubilden. DafS es den Nationalsozialisten nach ihrer IIMachtiibernahme" gelang, auch diese wenig wehrhafte Hochschule zu iiberwaltigen und ihren Namen zu mifSbrauchen - bis auf wenige Aus- nahmen verliefSen allerdings die Hochschullehrer nach 1933 die Institution -, gehOrt in den grofSeren Kontext deut- scher Universitatsgeschichte. Zwei volle Tage diskutierten im Januar 1987 Studenten und Dozenten in iiberfiillten Raumen das Thema "Was heifSt und zu welchem Ende studieren wir Politikwissen- 8 Vorwort schaft? Kritik und Selbstkritik, mit besonderer Beriicksich- tigung des OSI".
Multinationale Konzerne und Dritte Welt
Dieter Senghaas; Ulrich Albrecht
VS Verlag fur Sozialwissenschaften
1984
nidottu
Der Bundestagsausschug fur wirtschaftliche Zusammenarbeit veranstaltete im Herbst 1974 eine offentliche Anhorung von Sachverstandigen iiber das Thema "Tatigkeit und entwicklungspolitischer Einfiug deutscher multinationaler Unternehmen in Ent- wicklungslandern". Ober das Hearing wurde in der Presse berichtet, ohne dag das Thema in grundsatzlichen Beitragen weiter verfolgt worden ware. Das Protokollliegt inzwischen vorl, ebenfalls die Abschlugauswertung des Ausschusses. Einige Abgeord- nete haben im nachhinein das Hearing kommentierende Stellungnahmen abgegeben2; nach ihrer Meinung hatte es vor allem folgendes Fazit: Es trug zur Entemotionalisierung und damit zur Versachlichung der Multi-Debatte in der BRD bei. Es verdeutlichte, dag die Aktivitaten multinationaler Konzerne nach Branchen und Entwicklungsregionen differenziert zu betrachten sind. Es fiihrte zu einigen konkreten Empfehlungen wie zur Aufforderung, die multina- tionalen Konzerne sollten urn der Transparenz willen Weltbilanzen erstellen und sich an die soziale Umwelt in Entwicklungslandern anpassen, u. a. Mit diesem Fazit hat das Hearing jene Funktion erhalten, die in der politischen Theorie als "symbolic use of politics" bezeichnet wird: Es wurde der Eindruck geschaffen, als seien Rolle, Funktion und Folgewirkungen der Aktivitaten multinatio- naler Konzerne in der Dritten Welt in aller bffentlichkeit mit Sachverstand wirklich kritisch untersucht worden, und als hatten die deutschen Multis - allen Vorurteilen zum Trotz - dieses Auf-den-Zahn-fiihlen glanzend iiberstanden. Die Initiatoren des Hearings, sie sagen in der CDU/CSU-Fraktion, haben also zunachst ihr Zie! erreicht: Einer weiteren drohenden Legitimationseinbulk der Multis wurde wenig- stens fiir den Augenblick wirkungsvoll entgegengesteuert, das Hearing ist zitierbar, und weitere Kritik kann als uninformiert und unsachlich beiseite geschoben werden.