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Kirjailija

Wolf-Dietrich Bukow

Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 6 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1993-2013, suosituimpien joukossa Partizipation in der Einwanderungsgesellschaft. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.

6 kirjaa

Kirjojen julkaisuhaarukka 1993-2013.

Partizipation in der Einwanderungsgesellschaft

Partizipation in der Einwanderungsgesellschaft

Wolf-Dietrich Bukow; Markus Ottersbach; Sonja Preissing; Bettina Lösch

Springer vs
2013
nidottu
Anfang des Jahres 2008 demonstrierten vor allem junge Kalkerinnen und Kalker mit Migrationshintergrund über mehrere Tage gegen ihre Benachteiligung in der Einwanderungsgesellschaft. Dazu fanden Demonstrationen, spontane Treffen, Sitzblockaden, Mahnwachen, Diskussionsrunden und weitere Aktionen statt. Die Ereignisse wurden in den Medien auf städtischer, regionaler und nationaler Ebene diskutiert. In dem Forschungsprojekt ging es unter anderem darum, die Perspektiven und Reaktionen der Beteiligten der Demonstrationen und der verschiedenen Akteurinnen und Akteuren im Stadtteil zu untersuchen. Ziel des Projektes war, an dem konkreten Beispiel der Kalker Ereignisse das Potenzial zivilgesellschaftlicher Aktionen von Menschen mit Migrationshintergrund aufzuzeigen.
Ausgegrenzt, eingesperrt und abgeschoben

Ausgegrenzt, eingesperrt und abgeschoben

Wolf-Dietrich Bukow; Klaus Jünschke; Susanne Spindler; Ucur Tekin

Vs Verlag Fur Sozialwissenschaften
2003
nidottu
• .Ausgegrenzt. eingesperrt. abgeschoben" - der Titel bezeichnet die Etappen in den Jugendbiographien. die in diesem Buch herausgearbeitet werden. Die Lebensläufe der Jugendlichen sind geprägt von gesellschaftlichen Strukturen. in denen sie von Anfang an als unerwünscht behandelt werden. Durch die Ab­ schiebung wird ihre Marginalisierung in vielen Fällen zum logischen Ende gebracht - in Form einer endgültigen Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Der Positionierungsprozess dieser Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist das Ergebnis einer .. Sonderbehandlung" durch die relevanten gesellschaftlichen Repräsentanten sozialer und strafrechtlicher Kontrolle. Auch die Medien leisten ihren Beitrag dazu. wenn sie mit ihren Meldungen über die Zunahme der Ju­ gendkriminalität. insbesondere von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. ein beunruhigendes Bild schaffen. Befasst man sich mit dem Thema genauer. so wird bald deutlich. dass wir es eigentlich mit drei .,Problemkreisen" zu tun haben. die hier in Szene gesetzt werden: Erstens sind es die • .Ausländer". die unser Zusammenleben bedrohen. Zweitens sind es die .,Kriminellen". die unsere Sicherheit gefáhrden. Und drittens sind es die .Jugendlichen". die zunehmend orientierungsloser und gewalttätiger erscheinen und damit die Zukunft der Gesellschaft in Frage stel­ len. Hier wird ein sehr dichtes und wirkungsvolles Szenarium aufgebaut. in dem sich unterschiedlich gelagerte Ängste der Bevölkerung miteinander verbinden und gegenseitig hochschaukeln. Was daraus entsteht. ist eine in aller Öffentlich­ keit verbreitete Vorstellung von diesen Jugendlichen als Bedrohung. die eine beträchtliche gesamtgesellschaftliche Relevanz und Reichweite erlangt. Sie wirkt in den politischen genauso wie in den akademischen Bereichhinein und bestimmt oft genug das Alltagsbewusstsein der Bevölkerung.
Die multikulturelle Stadt

Die multikulturelle Stadt

Wolf-Dietrich Bukow; Claudia Nikodem; Erika Schulze; Erol Yildiz

Vs Verlag Fur Sozialwissenschaften
2001
nidottu
Durch Migrationsprozesse, aber auch im Rahmen zunehmender funktionaler Ausdifferenzierung und der Pluralisierung von Lebensstilen haben sich gerade die Großstädte zu multikulturellen Formationen - nicht nur in ethischer Hinsicht - entwickelt. Auch ist der öffentliche Diskurs in Politik und Wissenschaft häufig von einem Lamento über den Zerfall der Städte, der Rede von dem "Scheitern der multikulturellen Gesellschaft" sowie der Hervorhebung ethnisch-kultureller Differenzen als einem zentralen gesellschaftlichen Problem geprägt. Diesem Ansatz setzen die Autoren einen erweiterten Multikulturalismusbegriff entgegen, der sich auf die städtische Vielfalt im weitesten Sinne bezieht. Zugleich wird hier vertreten, dass es trotz Konflikten und Risiken, trotz Ausgrenzung und Rassismus sehr wohl ein funktionierendes lebenspraktisches Miteinander, eine Selbstverständlichkeit im städtischen Alltagsleben, gibt, dass gerade die urbane Bevölkerung Kompetenzen entwickelt hat, trotz spezifischer "privater" Differenzen "öffentlich" miteinander umgehen zu können.
Feindbild: Minderheit

Feindbild: Minderheit

Wolf-Dietrich Bukow

Vs Verlag Fur Sozialwissenschaften
1996
nidottu
Auf der Straße, in den Zeitungen, im Rundfunk und im Fernsehen - überall wird mit dem "Türken", dem "Russen", dem "Asylanten", dem "Deutschen" usw. argumentiert. Im Mittelpunkt solcher Argumente steht dabei in der Regel die Vorstellung von gruppenspezifischen Eigenschaften. Um welche besonderen Eigenschaften es sich dabei im Einzelfall auch handeln mag, stets geht es um Eigenschaften von größter Geschlossenheit, entschiedener Un­ verwechselbarkeit, besonderer Tiefe und beträchtlicher Ubiquität. Sozialwis­ senschaftlich formuliert haben wir es hier mit einer alltäglichen Ethnizitäts­ vorstellung zu tun. Es ist eine Vorstellung, die auch in der Wissenschaft lange im Gebrauch war und es in manchen Disziplinen sogar noch bis heute ist. Heute zeigt sich freilich zunehmend, daß eine derartige Ethnizitätsvor­ stellung allenfalls eine sehr problematische soziale Konstruktion darstellt. Problematisch ist dabei nicht ihre konstruktive Grundstruktur. Derartige Vorstellungen bestehen stets aus komplexen kulturellen Gebilden, in denen die verschiedensten Zusammenhänge über die Zeit hinweg ihre Spuren hinterlas­ sen haben. Problematisch ist die gesellschaftspolitische Aufladung einer solchen mehr oder weniger vagen und insgesamt eher spekulativen, im ein­ zelnen kaum noch nachvollziehbaren Konstruktion. Und besonders problema­ tisch ist deren ahistorische und ungesellschaftliche Handhabung. Hier werden keine Vorstellungen erarbeitet und auf den Begriff gebracht. Vielmehr werden die zuhandenen Ethnizitätsvorstellungen ohne zu zögern aufgenommen und zur Erzeugung von Gruppen eingesetzt. Sie erscheinen dabei zunehmend immun gegenüber konkreter gesellschaftlicher Wirklichkeit wie gegenüber der Vergangenheit. Es ist klar, daß hinter einem derartigenEthnizitätsbegriff ein bestimmtes poltisches Interesse regiert, das mit der Reduktion von ganzen Gesellschaften auf bestimmte Abstammungsgemeinschaften arbeitet.
Mitbürger aus der Fremde

Mitbürger aus der Fremde

Wolf-Dietrich Bukow; Roberto Llaryora

VS Verlag fur Sozialwissenschaften
1993
nidottu
Es ist jetzt schon einige Jahre her, daB einer der bekanntesten Ethnologen, Claude Meillassoux, davor warnte, Arbeitsmigranten vorrangig unter eth- 1 nologischer Perspektive zu sehen. "(Es ist) nicht nur eine verfehlte Einsicht in die Realitiit, wenn versucht wird, Arbeitseinwanderer in ihre EthniziHit einzubinden, vielmehr stehen solche Versuche in vollkommener Ubereinstimmung mit einer Politik der Nicht- integration von Arbeitseinwanderern und ihren Familien. " Meillassoux kritisiert hier nicht direkt die Ethnologie, sondern die ethnologische Handhabung der Migrationsproblematik in fortgeschrittenen Industriegesellschaf- ten. In w itgehender Ubereinstimmung mit der Social anthropology of complex societies mochte er weg von einer romantisierend-asthetisierenden, ja antiqua- risch anmutenden Einstellung, wie sie nicht nur in dies em Zusammenhang be- 3 klagt wird. Bei dieser Einstellung werde der Migrant verkannt, die ihn kenn- zeichnenden Probleme wtirden eher verdeckt als erhellt. Die kritisierte Sichtweise sei jedoch insofern interessant, als sie eine bestimmte politische Linie des Um- gangs mit dem Arbeitseinwanderer wiederspiegele. Nun haben wir es im vorliegenden Zusammenhang nicht direkt mit ethnolo- gischen Arbeiten tiber den Migranten zu tun, sondem einerseits mit sozial- wissenschaftlichen und andererseits mit ganz alltaglichen Stellungnahmen. Aber was Meillassoux kritisiert, gilt erst recht hier. Vielleicht gerade weil es sich nicht urn ethnologisch fundierte Positionen handelt, treten so etwas wie "Ethnologis- men" auf. Besonders in der Bundesrepublik werden immer wieder ethnische Eckdaten in ethnologischer Manier zur Grundlage der Diskussion gemacht. Man behauptet, es seien vor allem die differenten kulturellen Eigenschaften des Mi- granten, die seine Lage in der Bundesrepublik so schwierig machten.
Leben in der multikulturellen Gesellschaft

Leben in der multikulturellen Gesellschaft

Wolf-Dietrich Bukow

VS Verlag fur Sozialwissenschaften
1993
nidottu
Die Bundesrepublik ist eine multikulturelle Gesellschaft. l Vnd doch ist sie es nieht. Sie ist eine multikulturelle Gesellschaft, die zumindest nach offizieller Version keine sein will, sondem naeh wie vor und heute wieder ganz besonders von einem homogenen, ja nationalen Gemeinwesen triiumt. Diese im Grunde ein- fache Feststellung zu entschlusseln und deren folgenreiche gesellschaftliehe Bedeu- tung aufzuzeigen ist das Ziel der vorliegenden Arbeit. Es ist - so trivial diese Feststellung aueh sein mag - ein schwieriges Vorhaben. Aber es ist auch ein wichti- ges und dringend gebotenes Vnterfangen. Dies gilt nieht nur im Blick auf die natiir- lieh ganz besonders betroffenen ethnischen Minderheiten. Es gilt fOr jedes Gesell- schaftsmitglied, das sieh unter solchen paradoxen Bedingungen tagtiiglich und ganz lebenspraktisch zu orientieren hat und einen Standpunkt beziehen muB. Vnd dies gilt besonders fur den Sozialwissenschaftler, der in einem speziellen MaS, namlich als Wissenschaftler, gesellschaftliche Verantwortung fur die Gesellschaft, die er nieht nur thematisiert, sondern deren Teil er auch ist, tragt. Glucklieherweise sehen viele Menschen diese Paradoxie, auch wenn es im A ugenblick so aussehen mag, als ob die Verfechter eines nationalistischen Gesell- schaftsverstandnisses wieder die Oberhand gewinnen. Ich darf an dieser Stelle besonders den studentischen Mitarbeitern danken, weil sie sieh nieht irritieren lieBen und diese Problematik mit kleinen selbstandigen ethnischen Vntemehmern, die die angedeutete Problematik in geradezu exemplarischer Weise spiegeln, in 2 vielen Gesprachen durchgegangen sind.