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17 kirjaa tekijältä Helmut Borth
850 Jahre Geschichte(n) seit der ersten urkundlichen Erw hnung 1170 widerspiegeln sich nicht nur im zu Burg Stargard geh rendem Dorf Cammin selbst, in der Region um Neubrandenburg oder in Mecklenburg-Vorpommern. Sie reichen bis Kassel, Koblenz, Stuttgart, Frankfurt M., Dresden, Leipzig, Berlin, M nchen oder Emden ebenso wie nach Polen, Russland, Frankreich oder in die damalige Tschechoslowakei. Verbunden sind die berlieferungen auch mit Pers nlichkeiten wie der K nigin Louise, dem Milit rreformer Carl von Clausewitz, dem Komponisten Carl Maria von Weber, den K nstlern Otto Dix und Oskar Kokoschka bzw. Lyonel Feiniger. Und nicht zu vergessen den Familien von Behr und von Jasmund, Hoth, B hmer, Diederichs, Praefcke, Schrieber, Rochow, Meyer, Neumann, Rust, Bock, Henniges oder Zarhnt. Sie alle hinterlie en wie viele hier Ungenannte kleinere und gr ere Spuren in den zur ckliegen Jahrhunderten und Jahrzehnten. Dieses Buch widerspiegelt zwei Jahre Spurensuche.
Einer der Vorfahren des niederl ndischen K nigs Wilhelm Alexander war Schmied in Schwichtenberg bei Demmin, w hrend die der monegassischen F rstin Charl ne aus dem vorpommerschen Zerrenthin ihr Dasein als Tagel hner bestritten. Mudder Schulten hat D rchl uchting niemals eine Br tchenrechnung pr sentiert und Fritz Reuters erster Verleger war nicht der Wismarer Carl Hinstorff, sondern der Neubrandenburger Carl Br nslow. In Burg Stargard wurden F rster f r deutsche Kolonialplantagen ausgebildet und 1876 sa en acht Hofmusiker aus Neustrelitz im Orchestergraben der ersten Bayreuther Festspiele. In Neubrandenburg wurde nicht nur das aus Mecklenburg stammende M rchen "Das blaue Licht" verfilmt, hier wurde auch ein Mitstreiter der Br der Grimm geboren. Ein bis jetzt vergessener Sohn der Stadt. Geschichte besteht aus Geschichten. Das Buch erz hlt eine Reihe von ihnen. Ohne das letzte Wort haben zu wollen.
Ein Vork mpfer der Deutschen Einheit zog sich in die Uckermark zur ck, genauso wie Hitlers Totenkopfhusar. Eine Kruppsche Villa H gel findet man hier ebenso wie ein neues Sanssoucci. Friedrich II. Opernintendant und sein Glasmacher fanden in der Torscana des Nordens ihre letzte Ruhe, ebenso wie ein Mitbegr nder der Lufthansa oder der Erfinder der Rei zwecke. Geschichte besteht aus Geschichten. Wo immer man in der Uckermark einen Stopp einlegt, sich umsieht und umh rt, warten spannende Episoden auf ihre Entdeckung. Das Buch erz hlt zwei Dutzend von ihnen. Ohne das letzte Wort haben zu wollen.
Die Wurzeln der mecklenburgischen Freimaurerei finden sich in der zweiten H lfte des 18. Jahrhunderts. Beeinflusst wurde die Entwicklung der K niglichen Kunst im Land wesentlich durch die Br der der in Mirow geborenen englischen K nigin Charlotte. Als Gouverneure ihres Mannes in Hannover und Celle wurden die Prinzen Carl und Ernst Mitglieder einer verschworenen Gemeinschaft, als kaiserlicher Offizier auch Georg August. Letzterer nutze als einflussreicher Maurer das verschwiegene Netzwerk der untereinander verbundenen Logen auch, um hinter den R cken seiner Familie eine heimliche Hochzeit mit der unehelichen Tochter des Kurf rsten von Pfalz-Bayern einzuf deln. Die nicht standesgem e Ehe sollte den berschuldeten kleinen Bruder der K nigin eines Weltreiches finanziell sanieren. Als das nicht gelang, war er wenige Monate sp ter tot. Vereint waren alle vier Br der in der Rostocker Loge Zu den drei Sternen. Die folgte nicht dem schlichten englischen System von Lehrling, Geselle und Meister, sondern einem sich auf den Templerorden berufenden hierarchischen Hochgradsystem. 1772 hatte eine Abordnung der Rostocker Loge D rchl uchting in seinem Mirower Schloss als Freimaurer angenommen und mit ihm in einer einzigen Nacht alle Grade bis zum Meister durchlaufen. Zwei Jahre sp ter wurde wegen der h ufigen Aufenthalte des Landesherrn in Neubrandenburg die Loge Zum gekr nten goldenen Greif gegr ndet, die neun Jahre wirkte und der viele Mitglieder des Neustrelitzer Hofes angeh rten. Unter dem Einfluss von Georg Christoph R pert, eines dem Okkultismus anh ngenden Rosenkreuzers und erster Meister vom Stuhl in Neubrandenburg, entstand 1776 in der Viertorestadt die Herzog Adolph Friedrich IV. gewidmete Schottenloge Adolph zum Ritteringe. In sie wurden Br der berufen, die bereits den Meistergrad erreicht hatten und sich mit weiterf hrenden Graden wie Geheimer Meister oder Vollkommener Meister vom Gleichheitsgebot der Freimaurer abheben wollten, und das nicht nur w hrend der Tempela
Geht es um kluge Worte, zitiert man Goethe. Der hat sich scheinbar zu allen Themen ge u ert. Manche seiner Aphorismen aber sind zu bezweifeln. Namen sind nicht Schall und Rauch. Sie verwehen nur wenn ihre Tr ger vergessen werden. Insofern bietet Neubrandenburg literarisch viel mehr als Reuter und Reimann. Geschichten zu schreiben, ist nicht nur eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu halten. In (Stadt-)Geschichten widerspiegelt sich spannende (Stadt-)Geschichte. Neubrandenburgs Johanniskirche ist zum Beispiel in ihrer heutigen Form das Werk der letzten gro en Neogotiker. Gatsch Eck steht der 700. Geburtstag in Haus, w hrend das Badehaus auf 175 Jahre zur ckblicken kann. Und in der Familie Siemerling, an die der bedeutendste Sozialpreis Mecklenburg-Vorpommerns erinnert, gab es auch schwarze Schafe.
Warum haben die Altentreptower 1469 Neubrandenburg angegriffen? Was hat der zweifelhafte Heldentod eines deutschen Kapit ns in schwedischen Diensten 1631 mit S ldnern aus dem Hochland Schottlands zu tun? Welche Rolle spielt ein Vierfachmord 1770 im Gasthaus "Zum halben Mond" im Zusammenhang mit der letzten Hinrichtung in Neubrandenburg und der Aufhebung der Folter durch Fritz Reuters "D rchl uchting" - Herzog Adolph Friedrich IV. - in Mecklenburg-Strelitz? Was haben weltber hmte Maler wie Caspar David Friedrich oder Lyonel Feininger mit dem 1969 gegr ndeten und 2002 liquidierten Zentrum Bildende Kunst des Bezirkes Neubrandenburg zu schaffen? Wer waren die 13 Toten, die 1991 beim Ausheben eines Kabelgrabens am Friedl nder Tor gefunden wurden? Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt dieses B chlein. Neben der Geschichte des ltesten Stadttores Neubrandenburgs und seinen Geschichten pr sentiert es au erdem rund 100 zum Teil einmalige Illustrationen.
Es waren keine englischen Mordbanditen und keine Mitglieder einer angloamerikanischen Bande, deren R delsf hrer aus dem Westen in die DDR gekommen war, und keine ausgebufften Spione, die Schuld am Tod des 19-j hrigen Seepolizisten G nter Harder tragen, der am 24. M rz 1951 nahe dem Pferdemarkt erschossen wurde. Die Ermittler der Mecklenburger Landesverwaltung des jungen Ministeriums f r Staatssicherheit, von denen zwei hochrangige Offiziere mit fremden bzw. frisierten Lebensl ufen Karriere gemacht hatten, brauchten einen propagandistischen Erfolg im sich versch rfenden Kalten Krieg gegen die Bundesrepublik. Nur einen Monat nach Festnahme von drei charakterschwachen disziplinlosen und egoman orientierten Neubrandenburger Jugendlichen, fand vor mehr als 2000 aus ganz Mecklenburg nach Neubrandenburg gebrachten Werkt tigen ein Schauprozess statt, an dessen Ende nach Wunsch von Staatssekret r Erich Mielke eine Todesstrafe stehen sollte. Kurz vor dem VIII. Parteitag der SED wurde der letzte T ter 1971 amnestiert. Der zweite hatte sieben Jahre zuvor in Neubrandenburg Selbstnord ver bt, w hrend der erste nach einer vorzeitigen Entlassung auf Bew hrung sofort in den Westen fl chtete und in Bielefeld sein Leben beschloss. In Neubrandenburg erinnerte 40 Jahre ein Sportstadium an G nter Harder und 20 Jahre eine stadtgeschichtlich bedeutsame Stra e in der Oststadt. Dazu trugen Pionierfreundschaften, Produktionskollektive, Einheiten der Volksmarine und ein Schiff der DDR-Seestreitkr fte seinen Namen, der mit der Wende in Stadt und Land aus dem kollektiven Ged chtnis gestrichen wurde, weil nach dem Willen der SED das pflichtbewusste Handeln eines jungen Polizisten bei der Festnahme eines Kriminellen unbedingt als Vorbild f r das beispielhafte Klassenbewusstsein eines jungen Genossen herhalten sollte. Nur G nter Harder war kein Genosse.